AUTOR

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Die meisten Leidenschaften beginnen oft im Kinder- oder Jugendstadium. So war es bei mir auch mit der Fotografie. Fotografie ist Schreiben mit Licht und jedes Bild ist ein festgefrorener Ausschnitt aus Zeit und Raum. Ich fotografiere überwiegend im Hobbybereich: Wolken und Himmel, Sonnenuntergänge, Windmühlen, Leuchtende Nachtwolken, Polarlichter sowie an der Sternwarte und auf Teleskoptreffen. Langbrennweitige Astrofotografie betreibe ich dagegen nicht. Dafür habe ich mich auf Stimmungsaufnahmen mit Teleskopen und Beobachtern in der Dämmerung spezialisiert.

Im Januar 1999 ging meine erste Webseite zum Thema Wetter Online, die zwei Jahre später die Adresse www.seewetter-kiel.de bekam. Bald folgten Seiten zur Astronomie, die seit 2011 unter der Adresse www.andromedagalaxie.de abrufbar sind.

Auf beiden Webseiten sammelten sich mit der Zeit viele Fotos an, die in einer Größe von 750 mal 562 Pixel dargestellt wurden. Im Winter 2017 baute ich aus den besten Bildern eine neue Fotogalerie auf, in der die Bilder größer dargestellt werden.

Die Fotos wurden überwiegend mit folgenden Kameras gemacht:

  • Kodak Instamatic (Analoge Kompaktkamera, 1982 bis 1985)
  • Revue SC3 (Analoge Spiegelreflex, 1983 bis 1992)
  • Ricoh KR 10 (Analoge Spiegelreflex, 1988 bis 1994)
  • Pentax P 30 (Analoge Spiegelreflex, 1994 bis 2004)
  • Fuji Finepix A 205s (Digitale Kompaktkamera, 2 Megapixel, von 2004 bis 2006)
  • Panasonic DMZ-LZ1 (Digitale Kompaktkamera, 4 Megapixel, von2006 bis 2014)
  • Sony DSC-HX50V (Digitale Kompaktkamera, 21 Megapixel, von 2014 bis 2017)
  • Sony DSC-HX60 (Digitale Kompaktkamera, 21 Megapixel, ab 2017)

Da ich nie selbst entwickelt habe, war meine Arbeit mit dem Drücken des Auslösers so gut wie beendet, abgesehen von der Archivierung der Bilder oder den Rahmen der Dias.

Ein Problem waren die Fehler der ersten Digitalkameras, besonders die Vignettierung der Panasonic. Oft war es möglich von den Bildern einen Teil des Randes abzuschneiden, aber manchmal ging das nicht. Daher habe ich hier auch einige Bilder aufgenommen, die in meinen Augen technisch nicht so perfekt sind, aber das Auge des Fotografen und das Motiv zählen genausoviel wie eine hochwertige Bildqualität. Manchmal läßt sich aber nicht beides miteinander vereinen, und wenn man ein gutes Bild erwischt hat, aber die Kamera nicht mehr hergegeben hat, dann ist das so.

Oft experimentiere ich auch, indem ich die selben Motive bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen oder bei unterschiedlichem Wetter festhalte z. B. diverse Windmühlen. Die Stimmung ist dabei immer eine ganz andere.

Die Bilder werden nur leicht bearbeitet. Dazu gehört das Verkleinern der Bilder, leichtes nachschärfen, sowie eine Anhebung des Kontrastes. Bei den Schwarzweissbildern werden Korrekturen an der Tonkurve vorgenommen um kontrastreiche Bilder zu bekommen. Von übertriebener Bildbearbeitung halte ich dagegen nicht viel. Erstmal besitze ich kein Profi-Programm wie Photoshop und weiterhin sollen die Bilder möglichst natürlich bleiben. Auch habe ich keine Lust stundenlang an einem oder zwei Bilder herumzufrimeln.


Die eigene Fotogeschichte

Im Oktober 1968 wurde ich in Kiel geboren. Nachdem ich von 1976 bis 1984 die Grund- und Hauptschule Suchsdorf besucht habe, machte ich die folgenden 2 Jahre auf der Berufsfachschule Elektrotechnik in Kiel Gaarden meine mittlere Reife nach. Der geplante Beruf zum Elektroinstallateur scheiterte leider aus körperlichen Gründen. Daher begann ich 1987 eine Ausbildung zum Bürokaufmann auf der Wirtschaftsakademie in Kiel. Im Januar 1991 begann mein einjähriger Wehrdienst im Fernmeldebataillon 6 in Neumünster als Fernmelder. Nach der Entlassung von der Bundeswehr im Dezember 1991 gingen meine Tätigkeiten in Richtung Datenerfassung und -verarbeitung am PC.

Schon in der späten Kindheit gab es eine starke Neigung zu wissenschaftlichen und technischen Themen. Um 1975 bekam ich auf dem Elterngrundstück eine kleine Buddelecke, aus der ich Anfang der 80er Jahre einen Garten machte. In der Schule galt ich als der Natur- und Pflanzenkenner. In der neunten Klasse wurde ich vom Klassenlehrer in die Arbeitsgemeinschaft Mikroskopie aufgenommen. Mit den Dingen für die sich die anderen in meinem Alter interessierten wie Mofas, Partys, Rockmusik und Discos hatte ich dagegen nichts am Hut.

1980 richtete ich zusammen mit einem damaligen Freund im Keller des Elternhauses eine Bastelecke ein, wo wir fast täglich mit Batteriemotoren und -lämpchen, später auch mit Trafos und Netzteilen bastelten. Im Herbst 1981 begann ich mich mit einem kleinen Buch für die Astronomie zu interessieren.

Meine ersten fotografischen Versuche begannen im Januar 1982 im Alter von 13 Jahren, als mir meine Mutter ihre damalige Kamera schenkte. Damit wurden Ende der 60er Jahr meine Babybilder gemacht. Es war eine kleine Kompaktkamera, in der 35 mm Filmcassetten (126) eingelegt wurden - das sogenannte Instamatic System von Kodak. Für die Belichtung gab es lediglich die Einstellungen Sonne und Halbschatten. Mit dieser Kamera probierte ich Fotos von unserem verschneiten Garten und später von der Umgebung sowie Pflanzen und Wolken. Die Filme wurden in einen nahegelegenen Supermarkt zur Entwicklung gegeben. Die Bilder waren quadratisch in der Größe 9 mal 9 Zentimeter.


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Eine Instamatic-Kamera (links) und die Filmcassette (rechts)


Später benutzte ich auch Blitzwürfel für Innenaufnahmen. Nach jedem Blitzen mußte der Würfel um 90 Grad gedreht werden, da es sich um eine Einmalverwendung handelte. Nach viermal Blitzen war der Würfel verbraucht und es mußte ein neuer eingesteckt werden. Die Kamera nahm ich auch auf Klassenausflügen mit und soweit ich weiß war ich außer dem Lehrer der einzige, der eine dabei hatte.

Bald stieß ich an die Grenzen dieser einfachen Kamera. Nahaufnahmen funktionierten nicht, da es keine manuelle Scharfeinstellung gab und bei etwas weniger Licht war kaum noch etwas auf den Bildern zu sehen. Da ich auch Aufnahmen vom Sternenhimmel machen wollte, brauchte ich dafür eine bessere Kamera mit manueller Scharfeinstellung sowie einer Belichtungseinstellung "B" und einem Drahtauslöser.

So bekam ich zum Geburtstag im Oktober 1983 von Vater und Mutter zusammen meine erste Spiegelreflexkamera - eine Revue SC3 für damals stolze 300 DM. Die ersten Aufnahmen aus freier Hand mit längeren Belichtungszeiten bis zu einer Sekunde verwackelten natürlich stark, aber die gelungenen Bilder hatten schon eine ganz andere Qualität.

Zu Weihnachten 1983 kamen ein Stativ und gutes Blitzgerät hinzu. Mit dem Stativ probierte ich erste Aufnahmen des Sternenhimmels mit Belichtungszeiten um die 30 Sekunden auf 400 ASA Schwarzweissfilm, die schon recht gut wurden. Wenn meine Eltern im Sommer abends mit dem Hund losgingen, ging ich oft mit und fotografierte Wildpflanzen und Landschaften in der Umgebung. Ansonsten fuhr ich öfter mit dem Fahrrad in der Umgebung herum und hatte die Kamera meist dabei. Pflanzen, Landschaften, Wolken und Sonnenuntergänge waren die häufigsten Motive. Auch im eigenen Garten gab es viele Dinge zum Ablichten, besonders wenn Pflanzen blühten. Und im Herbst wurden oft Beeren fotografiert.

1986 stieg ich mit dem Commodore C-16 in die Computerwelt ein. Im Sommer folgte der C-64 mit 5 1/4 Zoll Diskettenlaufwerk. Zum Geburtstag im Oktober 1986 wurde ich 18 und ich kaufte mir ein Set von zwei Standardobjektiven - ein 2.8 / 28 mm Weitwinkel und ein 2.8 / 135 mm Tele. Mit den neuen Objektiven probierte ich in der nächsten Zeit viel herum. Da ich am liebsten Belichtung und Blende manuell nach dem Belichtungsmesser an der Kamera einstellte, hielt ich von vollautomatischen Profikameras recht wenig.

1987 begann ein verstärktes Interesse an der Wetterkunde und damit die Fotografie der verschiedenen Wolkenformationen am Himmel. Die Filme wurden zum Entwickeln oft zu Brinkmann gebracht. Dort konnte man technisch nicht einwandfreie Bilder zurückgeben, was recht gut war. Die Aufbewahrung der Fotos erfolgte in Steckhüllen, die in Ordnern eingeheftet wurden.

Im April 1988 kam eine zweite Spiegelreflexkamera dazu - eine Ricoh KR 10. Diese wurde für Tagaufnahmen benutzt, während die Revue SC mit empfindlichen Schwarzweissfilm für Sternaufnahmen dienen sollte. Wenig später probierte ich auch einen Diafilm. Da die Abzüge von Sternaufnahmen oft zu hell oder farbstichig waren, entschied ich mich für Sternaufnahmen nur noch Diafilme zu benutzen, weil man keine Abzüge braucht und das Dia praktisch das Original ist. So bekam ich zum Geburtstag im Oktober 1988 einen Diaprojektor und eine Leinwand.


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Die Spiegelrelfexkamera Pentax P 30


Anfang der 90er Jahre stieg ich auch bei den Tagaufnahmen komplett auf Diafilme um. Im Januar 1992 kaufte ich ein neues Teleskop - ein Spiegelteleskop nach Newton mit 20 cm Öffnung. An dieses koppelte ich mit einem Adapter die Kamera an und probierte einfache Aufnahmen vom Mond. Im November 1992 bekam ich meinen ersten PC mit EGA-Monitor, 20 MB Festplatte und Windows 3.1.

Langsam stapelten sich die Diamagazine im Zimmer. Im Mai 1993 zog ich in die beiden Zimmer meiner kürzlich verstorbenen Oma um und hatte viel mehr Platz. Die Diamagazine bekamen einen eigenen Schrank. Im Herbst 1993 begann ich kleine Petroleumlampen zu sammeln, die hauptsächlich auf Flohmärkten erworben wurden. Schon bald wurden diese alten faszinierenden Lichtstimmung auch auf Diafilm fotografiert. Ansonsten entstanden in den 90er Jahren sehr viele Wolkenfotos auf Diafilm. An so manchen Abend wurden die entwickelten Diafilme geschnitten, gerahmt und beschriftet.


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Pentax P 30 mit geöffneter Rückklappe (links)
Pentax P 30 mit frisch eingelegter 135 mm Filmpatrone (rechts)


Die Revue SC 3 bekam immer öfter mechanische Probleme und im Mai 1994 wurde mir das Auto aufgebrochen und die Fototasche mit der Ricoh KR 10 entwendet. Ich brauchte Ersatz und legte mir eine Pentax P 30 zu, die meine Standardkamera für Tagaufnahmen wurde.

1995 bekam ich Internet und im Herbst 1998 baute ich eine einfache Webseite zum Thema Wetter auf, die im Januar 1999 Online ging. Im Mai 2000 begann ich öfter Wolken an der Ostsee und Leuchttürme zu fotografieren, wenig später auch Wellen und weitere Seemotive. Einige dieser Bilder hingen bald im eigenen Zimmer an der Wand. Da gute Diascanner recht teuer waren wechselte ich wieder auf Negativfilme und legte mir selbst einen Flachbrettscanner zu.


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Rahmen von Dias im April 2000


Allerdings ging mir die ständige Scannerei der Bilder bald auf die Nerven und es dauerte auch immer viel zu lange, bis der Film voll und die Bilder entwickelt waren. So kaufte ich im Sommer 2004 meine erste Digitalkamera - eine Fuji Finepix A 205s mit 2 Megapixeln Bildauflösung, worüber man heute lachen kann. Nur war das damals ein Riesenfortschritt! Die Bilder hatte man am gleichen Tag zu Hause fertig als Datei und konnte sie sofort in die Webseite einbauen. Und dazu reichten die 2 Megapixel Bildauflösung völlig aus, die Bilder wurden für den Einbau in die Webseite sogar noch verkleinert.

Im Januar 2004 bekam ich das "Handbuch Himmelsbeobachtung" (Ronan / Dunlop), wo ich unter den Fototips las, daß sich Wolkenstrukturen sowie Wirkungen von Wind und Wasser am besten auf einem Schwarzweissfilm festhalten lassen, während für Sonnenuntergänge und Regenbögen ein Farbfilm geeigneter ist. Zuerst stutzte ich etwas - warum soll man heute noch Schwarzweissfilme benutzen? Dann sah ich in diesem Buch einige Wolkenbilder in Schwarzweiss, z. B. mächtige Cumuluswolken im Gegenlicht, und die hatten eine eindrucksvolle Wirkung. Danach kam mir dieses Thema immer wieder in den Sinn. Schließlich wurde mir klar, daß der Autor des Buches eigentlich Recht hatte. Das war mein Einstieg in die Schwarzweissfotografie. Ich besorgte mir einen Schwarzweissfilm und machte meine ersten Schwarzweissfotos. Gleichzeitig legte ich mir das Buch "Faszination Schwarzweiss-Fotografie" von Thomas Maschke zu, aus dem ich weitere Anregungen erhielt. Erste Motive waren Schatten von Bäumen in einem Feld, strukturreiche Wolken, Bäume und Schneelandschaften. Die Filme und Abzüge ließ ich in einem professionellen Digitallabor in Kiel entwickeln.

Zu Weihnachten 2005 bekam ich von meinem Vater eine etwas bessere Digitalkamera - eine Panasonic DMZ-LZ1 mit 4 Megapixeln Bildauflösung. Die Bilder der neuen Kamera waren schon besser und ich erst jetzt sah ich, wie stark die Bilder der alten Kamera doch verrauscht waren. Die neue Kamera hatte aber leider auch ihre Fehler - so waren die Bilder im Weitwinkelbereich deutlich vignettiert (dunklere Bildecken) was besonders bei Himmelsaufnahmen sehr störend war. Trotzdem entstanden mit dieser Kamera sehr viele gute Wolkenbilder. Für eine digitale Spiegelreflexkamera dagegen fehlte mir das Geld. Lange Zeiten von Arbeitslosigkeit waren ein Grund dafür. Andererseits reichte für meine Wolken- und Seefotos die kompakte Digitalkamera eigentlich aus. Die Bilder waren abgesehen von der Vignettierung gut.

Zwischendurch suchte ich meine Wolkendias nach guten Bildern durch und brachte diese in ein digitales Fotolabor, um sie dort einscannen zu lassen. Ab und zu wurden besonders im Herbst und Winter Schwarzweissfotos gemacht und Motive dafür gesucht.


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Der Autor bei der der Arbeit am Computer im Februar 2011


Im Herbst 2010 und 2011 habe ich besonders oft Fotos von leuchtenden Petroleumlampen gemacht. Dazu gehörten ganze Fotoserien von leuchtenden Lampen im Zimmer in der Zeit von von Sonnenuntergang bis zur totalen Dunkelheit. Es ist schon faszinierend wie das durch das Fenster einfallende Tageslicht langsam immer schwächer wird und das Licht der Petroleumlampe im Raum immer mehr die Oberhand gewinnt.

Im Sommer 2014 bekam ich eine neue digitale Kompaktkamera - eine Sony DSC-HX50V mit 21 Megapixeln Bildauflösung. Diese vignettierte auch im Weitwinkelbereich kaum noch und machte schon sehr gute Bilder. Im Januar 2017 folgte die Sony DSC-HX60 mit ebenfalls 21 Megapixeln. Die Bildqualität erschien mir noch etwas besser und ich bin damit absolut zufrieden. Bei leuchtenden Petroleumlampen im Dunkeln werden allerdings starke Reflexe im Objektiv erzeugt. Die alte Fuji Finepix A 205s macht das dagegen nicht. Für die Fotografie von leuchtenden Petroleumlampen nehm ich daher auch heute noch diese alte Kamera und dafür die etwas schlechtere Bildqualität (mehr Rauschen) in Kauf.

Bei Aufnahmen des Nachthimmels kommt die Sony DSC-HX60 allerdings an ihre Grenzen. Bei einer Einstellung der Empfindlichkeit von ISO 800 fängt es deutlich an zu rauschen und das Bild wird stark artefaktiert. Irgendwann wird daher auch eine digitale Spiegelreflex kommen.


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Der Autor bei der Arbeit auf dem Aschberg-Teleskoptreffen am 30. April 2011
Aufnahme: S. Schalk

© Copyright: 2017-2018 Mario Lehwald