MUSIK

Schon als Kind Mitte der 70er Jahre habe ich viel Musik gehört. Damals von einem Stereoplattenspieler, an dem zwei Lautsprecher angeschlossen waren. Schon mit 5 Jahren konnte ich selbst Platten auflegen. Als Musik gefiel mir damals besonders Marschmusik und einige Schlager.

thorens.jpg Als ich 1980 in der 5. Klasse war, gab es ab und zu abends eine Klassenfete, wo ich die Popmusik kennenlernte. Einige Songs gefielen mir gut und wenn ich sie später im Radio hörte, nahm ich sie auf Cassetten auf. Aber es war nicht einfach, die "guten Lieder", wie ich und mein damaliger Freund sie nannten, zu bekommen.

Auf den Klassenfeten lief ab und zu auch ACDC. Mein damaliger Klassenfreund hat es auf den Punkt gebracht: "Das ist für mich keine Musik mehr, die brüllen doch nur noch ins Mikrofon". Sowas konnte ich also schon damals nicht ab.

Im Frühjahr 1983 nahm ich die internationalen Popstücke häufiger auf. Zuerst von NDR 1 und ab 1985 Samstags die internationale Hitparade auf NDR 2 mit Wolf-Dieter Stubel. Die typischen 80er Hits hörte ich regelmäßig bis 1989, wo es die letzte internationale Hitparade gab.

Im März 1987 lernte ich von meinem Vater die CD kennen. Er demonstrierte mir den sauberen Klang anhand einer CD von Johann Strauß, dirigiert von Herbert von Karajan. Diese gefiel mir recht gut und als ich im September 1988 meinen ersten CD-Spieler bekam, kaufte ich mir genau diese CD als erste. Es folgten im Dezember 1988 einige CD's von Orchestern, die Popmusik spielten (VSOP = Vienna Symphonic Orchestra Project) und im Herbst 1989 die Serie Wiener Musik mit den Wiener Philharmonikern und Robert Stolz als Dirigenten. In dieser Zeit lernte ich in Verbindung mit der TV-Serie "Unser Kosmos" von Carl Sagan die Musik von Vangelis kennen.

Im August 1990 wechselte ich zu Rondo Veneziano. Klassik mit Rythmus, das war genau das richtige. Meister Gian Piero Reverberi ist der Kopf von Rondo Veneziano und seine Eigenkompositionen sind sehr hörenswert. Besonders die Alben "Fantasia Veneziana" und "Odissea Veneziana" liefen im Herbst 1990 abends oft beim Lesen von astronomischen Büchern.

Ich weiss nicht mehr genau wie ich dazu kam, aber im September 1990 kaufte ich meine erste CD von Glenn Miller - ein 3er CD-Set mit den populären Aufnahmen von 1938 bis 1942. Kurz darauf legte ich mir auch das Buch "Die Glenn Miller Story" zu und las es ab Dezember 1990 komplett durch. Dabei hörte ich immer seine Musik, u. a. die Aufnahmen mit der Army Airforce Band. Da ich wenig später im Januar 1991 zur Bundewehr eingezogen wurde, passte diese Musik irgendwie zu dieser Zeit.

Im August 1991 entdeckte ich bei meinem Vater die CD "James Last spielt Bach". Diese war hervorragend und wenig später hatte ich sie selbst. Es folgten bald weitere CD's von James Last. Zuerst die klassischen Alben, "Träum was Schönes", "James Last spielt Mozart", "Classics by Moonlight", und 1992 schließlich seine anderen Melodien und Alben, wie "Moonriver", "Biskaya" oder "Paradiesvogel", um nur einige zu nennen.

zimmer_lampe.jpg In den folgenden Jahren hörte ich fast ausschließlich James Last und hatte bald viele CD's von ihm. Ab 1993 interessierten mich zunehmend die Swingmelodien ohne Streicher, z. B. die CD "In the Mood for Trumpets". Ab und zu nahm ich Schwarzweissfilme im Fernsehen auf, z. B. den Film "Tödliches Pflaster Sunset Strip", wo Louis Armstrong zu sehen war. Auch den Film "Die Glenn-Miller Story" hatte ich bereits. Diese Filme und die Swingmusik waren für mich Inbegriff der dunklen Jahreszeit, da ich sie vor allem mit dem Begriff Nachtclub in Verbindung brachte.

Im Sommer 1995 erfuhr ich aus dem Infotext einer James-Last LP von Bert Kaempfert. Ich ging zum Mediamarkt und kaufte meine erste CD's von ihm: "Golden Memories". Im Winter 1995 / 96 folgten weitere CD's der Bert Kaempfert Collection und bald hatte ich alle 20 zusammen. Ich hörte in dieser Zeit fast ausschließlich die swingende und verträumte Musik von Bert Kaempfert.

Im Sommer 1996 wechselte ich zur aktuellen Discomusik und die nächsten Jahre war andere Musik angesagt. Im Jahr 2000 ging ich langsam von der Disco-Dancemusik zu ruhigeren Sachen wie Mark Knopfler, Lionel Richie oder den Cranberris über. Im August 2003 begann ein zunehmendes Interesse für Klaus Schulze und andere Synthesizermusik von Mike Oldfield und Vangelis. Im Herbst 2003 und 2004 wandte ich mich auch wieder vermehrt Bert Kaempfert zu.

Heute hat die Synthesizermusik einen hohen Anteil beim Musikhören, da diese besonders zur Astronomie und zum Universum passt. Auch Bert Kaempfert ist nach wie vor oft vertreten sowie James Last. Daneben auch mal Klaviermusik von George Winston, Scott Joplin oder Claude Debussy.

Was ich überhaupt nicht ab kann, ist dieses Hardrock- und Metalgekreische (besonders das E-gequietsche...), Technogeballer und das ganze heutige Rap- und Hiphopgebabbel. Egal ob deutsche oder englische Texte - ständig kommt bei der heutigen Musik mehr oder weniger dieses lallernde Gebabbel heraus.

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